Birne

(lat. Pyrus communis) 

Die Birnen (Pyrus) bilden eine Pflanzengattung, die zu den Kernobstgewächsen (Pyrinae) in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört. 

LEBENSRAUM / WALD: Das Areal der Gattung umfasst Nordafrika, Europa (ausgenommen Nordeuropa), Westasien über Persien, den Himalaya bis nach Ostasien und Japan. In Asien kommen etwa 14 Arten vor, acht davon nur in China. 

BAUM: 

HOLZ: Birnbaumholz ist aufgrund seiner Farbe, Dichte und guten Polierfähigkeit ein gefragtes Holz im Möbelbau. Es ist hart, schwer, zäh und wenig elastisch, bei einer mittleren Dichte von 750 kg/m³. Birnbaumholz trocknet langsam und ohne große Rissbildung und ist in trockenem Zustand sehr formstabil. Diese Stabilität hängt mit den sogenannten Steinzellen zusammen, die sowohl die Birne als Frucht als auch das Holz aufweisen. Es handelt sich hierbei um filzartig verflochtene Zellen. 
Das Holz ist sehr fein, dicht und hat kaum sichtbare Jahresringe, Poren sind mit bloßem Auge nur im Querschnitt zu erkennen. Der Birnbaum neigt im Alter zur fakultativen Kernbildung, die sich in violett-braunen bis schwarz-braunen Farbverläufen im Zentrum des Stamms äußert. Beim Dämpfen ändert sich die natürliche Farbe des Holzes von einem sehr hellen Silbergrau bis hellem Gelb in einen warmen, rötlichen Farbton. Im Alter bekommt es eine sehr schöne rotbraune, bernsteinartige Färbung. 

NUTZUNG: 

Diese Farbe ist eigentlich auch das einzige Unterscheidungsmerkmal für das bloße Auge zum sogenannten „Schweizer Birnbaum“, was eine Handelsbezeichnung für verschiedene Bäume der Gattung der Mehlbeeren (Sorbus) ist. 
Birnbaum eignet sich trotz seiner Härte sehr gut zum Schnitzen feinster Details, aufgrund der Steinzellen lässt es sich in verschiedene Richtungen bearbeiten ohne auszureißen. Es gibt sogar den „Mostbirnenschnitzer“, ein Vertreter einer alten Handwerkskunst. Er schnitzt Backformen oder früher auch Druckstöcke und Lettern aus Holz. Alte Holzmodelle sind aus Birnbaumholz geschnitzt, wie sie für Springerle Verwendung finden. 
Schwarz gebeiztes Birnbaumholz wurde in der Kunsttischlerei als Ersatz für das seltenere und teure Ebenholz verwendet, da es sich sehr gut beizen lässt. In dieser gefärbten Form wurde es auch gern als „Deutsches Ebenholz“ bezeichnet. 
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